Ein Dorfladen für alle!

Warum eigentlich ein Dorfladen für eine Gemeinde - ist das wirklich nötig?

Meine Antwort lautet ohne Wenn und Aber: Ja, das ist nötig und richtig.

 

Was verbirgt sich hinter der Idee eines Dorfladens? In vielen kleineren Gemeinden schließen die Lebensmittelläden ihre Pforten und zurück bleiben Kommunen ohne Grundversorgung. Das ist nicht gut die Attraktivität einer Gemeinde und somit auch nicht für deren Zukunft.

Mit den Dorfläden wird diesem Trend entgegengewirkt. Bürgerinnen und Bürger engagieren sich, organisieren einen Dorfladen und betreiben in wirtschaftlich erfolgreich. Dafür gibt es viel gute Beispiele quer durch Deutschland. 

Angestellte übernehmen die Arbeit im Dorfladen, Ehrenamtliche die Organisation drumherum, die Bürgerinnen und Bürger sorgen mit dem Zeichnen von Anteilen für das nötige Kapital zum Umbau von Räumlichkeiten, dem Erwerb von Inventar und die Erstausstattung mit Lebensmitteln.

 

Vor diesem Hintergrund hat jetzt in der Gemeinde Leese eine erneute Bürgerversammlung stattgefunden, da alle notwendigen Vorarbeiten des Arbeitskreises Dorfladen zum Abschluß gekommen sind.. Mein ausdrücklicher Dank an all die ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Untertützer und für die gute Beteiligung am gestrigen Abend.

 

Jetzt gilt es Anteile zu sammeln. Mit einem Beitrag von 100 Euro kann ein Anteil gezeichnet werden, selbstverständlich kann und darf man sich mit weiteren Anteilen einbringen und erhält damit auch mehr Stimmenanteile.

 

Vier Wochen sind jetzt Zeit, danach müssen 40.000 Euro auf dem Tisch liegen, dann geht es weiter.

 

Jetzt gilt es zu werben, für eine Grundversorgung in Leese, für eine gute Zukunft der Gemeinde, für den ländlichen Raum!

14.1.14 08:38, kommentieren

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Lebenszeitverschwendung im Untersuchungsausschuss

Seit November 2013 tagt auf Antrag der niedersächsischen Oppositionsfraktionen ein Untersuchungsausschuss, um Vorgänge rund um den Staatssekretär Udo Paschedag aD aufzuklären. Mittels Zeugenvernehmungen sollen u.a. so wichtige Fragen geklärt werden, ob die Heizung im Büro von Paschedag defekt war oder nicht, ob die Einstellung einer persönlichen Referentin gerechtfertigt war und ob ein Seminar des Landwirtschaftsministeriums rechtlich ordnungsgemäß geplant wurde. Am heutige Tag stand die Vernehmung der Regierungssprecherin Anke Pörksen und den Niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel an. Herausgekommen ist - nicht überraschend - nichts Neues. Die Regierung hat die Vorwürfe seit langem ausgeräumt, die Opposition hat sich völlig verrannt. Jede Woche ein neuer obskurer Vorwurf, ein vermeintlicher Skandal, der sich bereits zum Zeitpunkt der Äußerung als kompletter Mumpitz erweist. Diese Woche hat die FDP ein angebliches Gutachten präsentiert, wonach Niedersachsen eine Fehler bei der Ernennung von Paschedag begangen haben soll. Problem ist nur, dass die dem Gutachten zugrundeliegende Tatsache falsch ist. Erst die Versetzung, dann kam die Ernennung. Also ist das komplette Gutachten bereits überflüssig. Als ob das noch nicht ausreicht, ist auch die rechtliche Würdigung schlicht abenteuerlich. Der Verfasser vertritt eine juristische Mindermeinung, die er wohl gerade in dem Gutachten begründet hat. Die weitgehende Literatur vertritt eine Ansicht, wonach der Landesregierung kein Vorwurf gemacht werden kann. Wenn die FDP dafür tatsächlich Geld gezahlt hat, sollte sie es schnellstmöglich zurückfordern. Was macht die CDU? Sie fragt die Regierungssprecherin allen Ernstes, wie ein Mißverständnis zwischen Paschedag und Ministerpräsident Weil über die Beschaffung eines Autos entstehen kann und sich der Ministerpräsident sich daran nicht mehr erinnern kann. Liebe CDU, womöglich genau deshalb, weil es eben ein Mißverständnis war und der Ministerpräsident den Vorgang der Autobeschaffung für erledigt betrachtet hat. Der Untersuchungsausschuss verliert sich in Details ohne Erkenntniswert und wird mittlerweile hochnotpeinlich für die Opposition. Wer keine politischen Inhalte hat, der führt derartige Ablenkungsversuche in einem Untersuchungsausschuss. Es ist und bleibt Lebenszeitverschwendung.

9.1.14 16:49, kommentieren